Ankunft
Der Flug nach Neuseeland war wirklich lang, aber überraschend angenehm, vor allem wenn man bedenkt, dass es überhaupt meine allererste Flugreise war!
Gestartet bin ich in Berlin, weil ich direkt vom Vorbereitungsseminar aus losreisen musste. Dort habe ich auch zum ersten Mal Johanna getroffen, meine Mit-Freiwillige. Ihre Eltern waren so lieb und haben uns morgens nach Frankfurt gefahren. Die Fahrt war lang und wir standen ordentlich im Stau. In Frankfurt haben schon Mama und Papa auf mich gewartet, die beiden sind extra mit dem Flixbus dorthin gefahren, um sich noch ein letztes Mal von mir zu verabschieden. Wir hatten zwei gemeinsame Stunden- Umarmungen, Tränchen und aufwiedersehen. Es tat unfassbar gut, die beiden vor dem großen Abenteuer noch einmal in den Arm zu nehmen!
Dann ging es endlich los und ich stieg zum allerersten Mal in meinem Leben in ein Flugzeug. Der erste Flug von Frankfurt nach Dubai war wirklich angenehm und die Zeit verging wie im Flug. In Dubai hatten wir drei Stunden Aufenthalt, die ebenfalls schnell rumgingen und schon saßen wir im nächsten Flieger. Dort mussten wir allerdings erst einmal zwei Stunden am Boden warten, bevor das Flugzeug überhaupt startete (zwei Extra-Stunden ohne Beinfreiheit). Der eigentliche Flug dauerte dann 16 Stunden, sodass wir insgesamt 18 Stunden am Stück im Flugzeug saßen. Es kam mir wie eine Ewigkeit vor. An Schlaf war kaum zu denken..Ich habe drei Filme geschaut und extrem viel gelesen. In Neuseeland angekommen, ging es erst einmal ewig durch die Sicherheitskontrolle. Die Bestimmungen hier sind super streng. Wir mussten sogar unsere Koffer öffnen, um unsere Wanderschuhe vorzuzeigen und säubern zu lassen. Nach einer gefühlten Ewigkeit hatten wir es geschafft und wurden draußen von Loic abgeholt. Es ging dann noch einmal 90 Minuten mit dem Auto weiter zum Camp. Es war extrem aufregend, zum ersten Mal die neuseeländische Landschaft an sich vorbeiziehen zu sehen, allerdings war es ein echter Kampf, im Auto nicht direkt einzuschlafen!
Im Camp wurden wir von allen lieb begrüßt. Da wir so fertig waren, hielten alle die Begrüßung kurz und zeigten uns direkt unser Haus und unsere Zimmer. Ich war sofort begeistert! Die ersten drei Wochen hat Johanna noch bei mir gewohnt, bevor sie ins andere Mädels-Haus gezogen ist, damit wir nicht nur Deutsch sprechen. Das Bett sah nach der langen Reise unfassbar verlockend aus, aber ich habe mich zusammengerissen und bin wach geblieben. In den ersten zwei Wochen waren Kiki, Johanna und ich noch alleine in der WG, Madi und Bernice kamen erst später dazu. Kiki hat am ersten Abend direkt eine leckere Kartoffelsuppe für uns gekocht.
Danach konnte ich mich aber wirklich nicht mehr halten und bin schlichtweg ins Bett gefallen. Ich habe die gefühlten drei schlaflosen Nächte der Anreise auf einen Schlag aufgeholt und 13,5 Stunden durchgeschlafen! Wie ich das geschafft habe, weiß ich nicht. Aber dadurch war mein Schlafrhythmus auf einen Schlag perfekt und ich hatte in den folgenden Tagen überhaupt keine Probleme mit dem Jetlag.
Die ersten zwei Tage hatten wir frei, um erst einmal anzukommen und auszupacken. Es war verdammt kalt, es gab sogar Schneeregen (sehr untypisch hier). Am Freitag bekamen wir dann das gesamte Camp-Gelände gezeigt und am Montag ging es ganz entspannt mit der Einarbeitung los :).
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